Als Saisonhöhepunkt 2026 trafen sich 12 Spielerinnen und Spieler für eine Golfwoche an der Costa del Sol um und in Marbella.
Der Anlass wurde vorbereitet und organisiert von der Alumna Erna Karrer-Rüedi, die uns ein abwechslungsreiches Golfprogramm mit fünf herausfordernden Golfplätzen zusammenstellte. Das Wetter spielte mit – wir durften die Woche bei spätsommerlichem Wetter und guten Platzverhältnissen erleben.
Die Golfwoche startete mit einem Apéro bei Erna und Urs Karrer mit schönster Sicht aufs Meer und den Rock of Gibraltar. Am Montagmorgen um 9:20 Uhr ging es dann los mit dem ersten Flight auf dem herausfordernden Platz «Los Naranjos», der von Robert Trent Jones Sr. designed wurde. Die Golfplätze wurden nicht einfacher, doch schoben sich die Startzeiten ein wenig nach hinten. Am Dienstag spielten wir den hervorragenden Golfplatz «La Quinta», der von Manuel Piñero (1952-), einem spanischen und ehem. Ryder Cup Spieler designed wurde. Hindernisse erfreuten die technischen GolfspielerInnen, einen Verlust von Bällen gab es wohl bei allen, mehrheitlich wurde der Platz jedoch gut gemeistert. So auch der Golfplatz «Los Flamingos», den wir am Mittwoch spielten und von Antonio García Garrido (1931-), einem spanischen Golf Pro und Architekten designed wurde.
Die atemberaubende Sicht auf die Bucht von Gibraltar, die erfrischend sommerlichen Winde und der sportliche Spirit bescherte den GolferInnen einen wahrlichen Genuss beim Spiel des abwechslungsreichen Platzes.
Am Donnerstag gab es eine Exkursion nach Ronda, wo wir das inmitten von Olivenbäumen gelegene Museum «Almazara el Toro» besuchten, eine Führung mit Tasting von Olivenöl genossen und anschliessend uns über einen Lunch mit Sicht ins Tal von Ronda erfreuten. Die Olivenplantage wird nach ökologischen Kriterien bewirtschaftet, wobei uns die Führung durch die Anlage einen vertieften Einblick in die Produktion und ihre täglichen Herausforderungen in einer klimatisch heissen Region gab. So wurde aufgezeigt, wie Olivenbäume auf die Wasserknappheit reagieren und welche Massnahmen von Produzenten dagegen ergriffen werden. Das Museum wurde von Philippe Starck designed und vor zwei Jahren eröffnet.
Schliesslich wurde die Exkursion mit dem Besuch der einzigartigen Stadt Ronda mit ihrer weltbekannten, im 18. Jahrhundert erbauten «Puente Nueva» und einer der ältesten und ehrwürdigsten Stierkampfarena Spaniens, der «Plaza de Toros», die 1785 erbaut wurde, abgerundet.
Am Freitag fokussierte sich die ETH Alumni Golfgruppe wieder dem weissen kleinen Golfball. Treffpunkt war der Champion League Platz «Atalaya Golf & Country Club», designed von Bernhard von Limburger, einem deutschen Golfplatz Architekten. Bevor wir uns dem Golfspiel widmeten, durften wir vom Head Greenkeeper, Raúl, eine aufschlussreiche Einführung und Diskussionsrunde über das Wassermanagement sowie klimatisch bedingten Herausforderungen der verschiedenen Gräserarten der beiden Golfplätze in Atalaya sowie in der Region erfahren.
Besonders interessant ist, dass Atalaya seit Jahrzehnten rezykliertes Wasser für die Bewässerung der Fairways sowie des Golfplatzes per se benutzt. Da jedoch der Salzgehalt dieses «used water» schwierig zu kontrollieren ist, da Infiltration von Salzwasser wie auch Niederschläge mit hohem Salzgehalt sowie Schwankungen bei der Entsalzungsanlage bestehen, werden die Greens mit Frischwasser bewässert. Dieses Frischwasser wird jedoch vorwiegend von den Reservoirs auf den Golfplätzen, d.h. den Wasserhindernissen für GolferInnen, bezogen. Der Salzgehalt des rezyklierten Wassers ist auch interessant im Hinblick auf die Düngung der Golfplätze, die Dank der reichhaltigen Mineralien obsolet wird. Verfügbare Wasserqualität und Wasservolumen sind wohl wichtige Faktoren eines erfolgreichen Head Greenkeepers; jedoch steht das Timing des Einsatzes von Bewässerung über allem, da je nach Wetterlage und Zuverlässigkeit der Wetterprognose, die Bewässerungsszenarien über Nacht wechseln können – wie die letzten drei Jahre illustrierten. Der General Manager Andrés, der die Diskussionsrunde begleitete, führte auch die enorm gestiegenen Wasserkosten mit ins Bild, die neben der Zufriedenheit der GolferInnen für das Management einen wesentlichen Aspekt einnehmen. Auf Rückfrage erläuterte er auch, dass das Gesamtbudget des Clubs zu über 50% aus «Greenfee-Spielern» besteht, was pro Tag doch eine beachtliche Anzahl GolfspielerInnen ausmacht.
Wohl noch in Gedanken an das interessante Gespräch mit dem General Manager und dem Head Greenkeeper, machten wir uns bereit für den Abschlag beim Tee 1 des Atalaya Golfplatzes (Old Course): 12:03 Uhr. Nach ein paar Mulligan beim ersten Loch wurde der sehr schön angelegte, äusserst gut gepflegte Platz mit Respekt und Care sehr gut gemeistert. Einer unser Alumnus erzielte sogar ein Stableford Net Score von 41 – bravo!
Am Samstag, somit fünften und letzten Golftag, spielten wir im «Marbella Club Golf Resort». Der Platz wurde von Dave Thomas designed und, wahrlich, verlangte von uns nochmals alles ab mit seinen hügeligen Fairways und Abschlägen über Täler und Schluchten. Auch diese Golferfahrung liess uns beglückt zur kleinen Verpflegung nach dem Spiel übergehen und, wie unterdessen bereits zur Gewohnheit nach jeder Golfrunde, wurde je nach angesagtem Wettbewerb, ein Preis verliehen, der von Erna und Urs gesponsert wurde – eine Erinnerung an die fantastische Golfwoche in Marbella.
Natürlich fehlten es in dieser Golfwoche in Andalusien nicht an kulinarischen Spezialitäten. Wir konnten jeden Abend in einem anderen Restaurant rund um Marbella die wunderbare spanische Küche geniessen mit vielen Variationen von Meeresfischen und -früchten mit ausgewähltem Wein.
Im Namen der ganzen Gruppe danken wir Erna Karrer-Rüedi nochmals herzlich für das abwechslungsreiche, sportliche und kulinarische Programm sowie die sympathische Begleitung, zusammen mit Urs Karrer, hinter der viel Herzblut lag. Muchas gracias Erna, muchas gracias Urs!
Georges Gladig
Präsident ETH Alumni Golfgruppe
Auf dem Titelbild: Gruppenfoto nach der Golfrunde am 1. Golftag. Vorne v.l.n.r.: Margrith Keller, Nadine Tschichold, Urs Karrer, Erna Karrer-Rüedi, Helga Sauvain. Hinten v.l.n.r.: Oliver Tschichold, Christian Leemann, Roman Mäder, Werner Egeli, Georges Gladig, Thomas Senn.
Hier ein paar Eindrücke der Golfreise in Bildern:

Abendstimmung nach dem Abendessen am 1. Golftag

Vor dem ersten Abschlag am 3. Golftag

Gruppenfoto vor dem Museum «Almazara – el Toro»

Exkursion nach Ronda mit der «Puente Nueva»

Dialog mit Head Greenkeeper Raúl, Atalaya Golf & Country Club

Altstadt Marbella – kulinarisches Highlight